Weingut - Philosophie

 

 

Ein Besuch des Weinguts zur Sonne ist wie das Betreten einer anderen Welt. Der liebliche Innenhof atmet eine fast schon südliche Atmosphäre. Möglicherweise läuft gerade eines der drei Kinder von Francisca und Christian Obrecht um die Ecke. Seine Eltern stecken vielleicht im stilvoll gestalteten Schaumweinkeller, wo sie temperamentvoll ihre Weine diskutieren. Das Weingut schaut auf eine über 160-jährige Geschichte zurück. Die Obrechts zählten zu den ersten, die in der Bündner Herrschaft Weine in Flaschen füllten und verkauften. Und doch ist die Tradition hier nicht zur Fessel der Innovation geworden.

 

 

 

 

 

 

 

Allen Flaschen gemeinsam ist die grosse, lächelnde Sonne im Etikett. Sie ist das sinnfällige Wahrzeichen der Obrechts. Wer ihre Weine geniesst, wird denn auch heiter und fröhlich gestimmt.

 

Francisca und Christian bewirtschaften in Jenins und Malans gut sechs Hektaren Rebland. Die beiden streben nach Harmonie von Pflanze und Umwelt und bedienen sich dazu der biologisch-dynamischen Methode. Sie sind überzeugt, dass sich biodynamisch produzierte Weine durch grössere Eigenständigkeit, Frische und Bekömmlichkeit auszeichnen.

 

75 Prozent der Rebfläche entfallen auf den Pinot Noir. Selvi, Bovel oder Eichholz heissen die Rebgärten mit vielen bis zu fünfzig Jahren alten Rebstöcken. Schon kurz nach der Ernte entscheidet die Mostqualität, welche Partien in den Trocla Nera, welche in den Monolith gehen. Der erste ist ein Blauburgunder mit Schmelz und Finesse; der zweite besitzt Komplexität und Tiefe, wie nur wenig andere Schweizer Pinot Noirs. 

Die Palette der roten Gewächse wird vorteilhaft ergänzt durch die trockenen weissen Riesling Sylvaner und Chardonnay sowie den traditionellen Rosé Schiller. Der Obrecht Brut durchläuft alle Stadien von der Flaschengärung bis zur Degorgierung und Verkorkung im Weingut. Und die beiden Dessertweine Flétri und Pinot Spirito sorgen für den süssen Schlusspunkt.